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Ratgeber Sonnenbrand

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Sonnenbrand
Wissenswertes über Sonnenbrand

Die Haut verfügt zwar über eigene Schutzmechanismen, jedoch sind diese nicht ausreichend, um sich dauerhaft vor der schädigenden Wirkung direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Die verschiedenen Hauttypen, vom blassen Typen, dessen Eigenschutzzeit nur wenige Minuten beträgt, bis zum Hauttyp, dessen Pigmentierung ihn so gut schützt, dass ein Sonnenbrand nur selten vorkommt, müssen unterschiedlich geschützt werden. Den besten Schutz bietet das Meiden direkter Sonneneinstrahlung. Da dies jedoch nicht immer möglich ist, rät die DDG zu UV-dichter Kleidung und dem Hauttyp entsprechenden Sonnenschutzpräparaten. Sobald man einen Sonnenbrand bemerkt, sollte man einen schattigen Ort aufsuchen und die betroffenen Hautstellen kühlen, um Folgeschäden zu minimieren.

Wissenswertes über Sonnenbrand

Vor einem Sonnenbrand kann man sich schützen. Dies ist besonders vor dem Hintergrund wichtig, dass jeder Sonnenbrand der Haut nachhaltig schaden kann. Was in der Jugend oft als harmlos abgetan wird, kann Jahre später zu einer Hautkrebserkrankung führen.

Sonnenbrand: Verschiedene Hauttypen

Der Hauttyp ist ausschlaggebend für das Risiko eines Sonnenbrands und für die Wahl des geeigneten Lichtschutzfaktors. Hauttypen werden in sechs Gruppen unterteilt:

  • Der keltische Typ ist blass, hat rot-blonde Haare und oft Sommersprossen. Dieser Hauttyp entwickelt schnell einen Sonnenbrand, die Eigenschutzzeit der Haut liegt bei etwa 5 bis 10 Minuten.
  • Der germanische Typ hat blondes bis dunkelblondes Haar und blaue, graue oder grüne Augen. Die Eigenschutzzeit der Haut beträgt bei ihm etwa 10 bis 20 Minuten.
  • In Deutschland kommt der Mischtyp des Europäers am häufigsten vor. Er bekommt seltener einen Sonnenbrand. Die Haut ist hell bis hellbraun, die Haare meist dunkelblond bis braun. Seine Eigenschutzzeit liegt bei 20 bis 30 Minuten.
  • Der mediterrane Typ hat dunkle Haare, eine dunkle Haut und bekommt nur selten einen Sonnenbrand. Hier liegt die Eigenschutzzeit der Haut bei bis zu 45 Minuten.
  • Der Hauttyp der fünften Gruppe ist dunkler als der der vierten Gruppe.
  • Die 6. Gruppe bilden Schwarzafrikaner, die aufgrund ihrer Pigmentierung so gut geschützt sind, dass sie nur äußerst selten einen Sonnenbrand bekommen.

Schutz vor Sonnenbrand

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) gibt Hinweise zum richtigen Lichtschutz. Ziel ist es, chronische Lichtschäden, wie etwa Hautalterung und Hautkrebs, zu verhindern. Den besten Schutz vor einem Sonnenbrand bieten das Bewusstsein für die Risiken und ein entsprechend vernünftiges Verhalten.

Direkte UV-Exposition durch die Sonne aber auch durch künstliche UV-Quellen sollte möglichst vermieden werden. An zweiter Stelle zum Schutz vor einem Sonnenbrand steht der textile Schutz vor schädlicher UV-Strahlung. Wer sich direkter Sonneneinstrahlung aussetzt, sollte UV-dichte Kleidung inklusive Kopfbedeckung tragen. Zusätzlich sollten Lichtschutzpräparate eingesetzt werden, deren Lichtschutzfaktor (LSF) mindestens 15 beträgt und die sowohl im UV-A- als auch im UV-B-Bereich wirksam sind.

Lichtschutzpräparate wirken am besten, wenn sie bereits 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden. Beim Baden sollte man darauf achten, wasserfeste Produkte zu benutzen.

Sonnenbrand: Wissenswertes zur UV-Strahlung

Rund 90 % des UV-Lichts durchdringen die Wolkenschicht. Auch im Schatten bekommt man noch bis zu 50 % der UV-Strahlung ab. Schnee reflektiert 80 bis 90 % der UV-Strahlen. Pro 1.000 Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung um 15 % zu. Sand reflektiert bis zu 50 % des UV-Lichts.

Andrea Fiedler-Boldt

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Diagnose Sonnenbrand

Die typischen Symptome eines Sonnenbrands treten in der Regel nur wenige Stunden nach der intensiven Sonneneinstrahlung auf. Ein Arztbesuch ist in leichten Fällen zur Diagnose nicht zwingend notwendig. Nach etwa 24 Stunden erreichen die Symptome ihren Höhepunkt und klingen dann in der Regel wieder ab. Klagt der Betroffene jedoch neben Hautrötungen und Juckreiz über Kopfschmerzen oder Übelkeit, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Diese Symptome können auf einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag hinweisen, die zu einem Kreislaufkollaps und Ohnmacht führen können. Kleine Kinder sollten unabhängig von der Schwere des Sonnenbrands von einem Arzt untersucht werden.

Die Ultraviolett-Anteile des Sonnenlichtes können schnell zu Verbrennungen der menschlichen Haut, also zur Entstehung eines Sonnenbrands führen, da ihre Schutzmechanismen häufig nicht ausreichen. Daher ist ein zusätzlicher Schutz der Haut gerade in den Sommermonaten unerlässlich. Entsprechende Kleidung bei Kleinkindern und Sonnencremes mit einem entsprechenden Lichtschutzfaktor sind hier ratsam. Häufig wird die Wirkung der Sonneneinstrahlung unterschätzt, etwa bei leicht bewölktem Himmel, Wind oder im Schatten. Doch auch wenn eine frische Brise eine angenehme Kühle verströmt, sollte man sich vor der Sonne schützen. Auch während der kühleren Monate kann eine Sonneneinstrahlung auf ansonsten bedeckte Haut schnell zu einem Sonnenbrand führen.

Therapie Sonnenbrand

Um Langzeitschäden zu vermeiden, sollte ein Sonnenbrand möglichst rasch behandelt werden. Zunächst sollten Betroffene die direkte Sonneneinstrahlung vermeiden und einen schattigen Ort aufsuchen. Betroffene Stellen sollten unter fließendem Wasser oder mit feuchten Umschlägen gekühlt werden. Je nach Schwere der Verbrennungen können kortisonhaltige Salben zur Therapie aufgetragen werden. Dies sollte jedoch genauso wie die Einnahme entzündungshemmender Medikamente in Absprache mit dem Arzt erfolgen. Fetthaltige Cremes sind zur Therapie eines Sonnenbrands ebenso wenig geeignet wie alkohol- oder parfumhaltige Lotionen. Optimal ist hingegen das regelmäßige Eincremen mit stark wasserhaltigen Cremes, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgen.