Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Sonnenbrand

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Sonnenbrand
Diagnose eines Sonnenbrands

Die typischen Symptome eines Sonnenbrands treten in der Regel nur wenige Stunden nach der intensiven Sonneneinstrahlung auf. Ein Arztbesuch ist in leichten Fällen zur Diagnose nicht zwingend notwendig. Nach etwa 24 Stunden erreichen die Symptome ihren Höhepunkt und klingen dann in der Regel wieder ab. Klagt der Betroffene jedoch neben Hautrötungen und Juckreiz über Kopfschmerzen oder Übelkeit, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Diese Symptome können auf einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag hinweisen, die zu einem Kreislaufkollaps und Ohnmacht führen können. Kleine Kinder sollten unabhängig von der Schwere des Sonnenbrands von einem Arzt untersucht werden.

Diagnose eines Sonnenbrands

Die Diagnose Sonnenbrand kann in der Regel anhand seiner typischen Symptome gestellt werden. Diese treten meist etwa 4 bis 8 Stunden nach der intensiven Sonneneinstrahlung auf. Verbunden mit der Information, dass der Patient kurz zuvor der Sonne ausgesetzt war, machen die Symptome die Diagnose eines Sonnenbrands einfach.

Bei einem leichten Sonnenbrand ist ein Arztbesuch in der Regel nicht notwendig. Ist die betroffene Hautpartie jedoch sehr groß, bilden sich gar Blasen, dann sollten Betroffene mit Sonnenbrand einen Arzt zur Diagnose aufsuchen. Dieser kann weitere Untersuchungen durchführen, um die tatsächliche Schwere der Verbrennung zu prüfen und die entsprechende Therapie einzuleiten. Auch Symptome wie Fieber, Übelkeit und Kreislaufprobleme erfordern den Gang zum Arzt. Kinder sollten generell ärztlich behandelt werden, unabhängig von der Schwere des Sonnenbrands.

Typische Symptome eines Sonnenbrands

Schon wenige Stunden nach der übermäßigen Sonneneinstrahlung kommt es zur Rötung der betroffenen Hautpartien, dem sogenannten UV-Erythem. Diese entzündliche Rötung ist meist verbunden mit einem Hitzegefühl und einem Juckreiz. Bei einer stärkeren Schädigung der Haut kommt es zu einer Blasenbildung. Typisch ist, dass sich alle Symptome eines Sonnenbrands auf die Hautpartien auswirken, die der Sonne ausgesetzt waren. Hautpartien, die durch Kleidung geschützt waren, sind nicht betroffen. Dadurch ist die Hautrötung scharf begrenzt. Im weiteren Verlauf eines Sonnenbrands kommt es oft zu einem Abschuppen der Haut.

Treten neben einem Sonnenbrand Symptome wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit oder Erbrechen auf, sollte ein Arzt konsultiert werden. Diese Symptome können auf einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag hinweisen.

Diagnose eines Sonnenstiches

Typisch für einen Sonnenstich (Insolation) ist ein geröteter, heißer Kopf und Nacken. Die restliche Haut kann hierbei unauffällig sein. Schwindel, Kopfschmerz und Übelkeit weisen auf einen Sonnenstich hin. Ursächlich ist eine länger andauernde Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken, die die direkt unter der Schädeldecke liegenden Hirnhäute (Meningen) reizt.

Diagnose eines Hitzschlages

Medizinisch wird der Hitzschlag als Hyperthermiesyndrom bezeichnet. Er entsteht, wenn über einen längeren Zeitraum hohe Temperaturen auf den Körper einwirken, und dieser sich nicht ausreichend abkühlen kann. Die Wärmeregulation wird gestört, in der Folge steigt die Körpertemperatur. Symptome sind eine heiße und trockene Haut, Kopfschmerzen, Schwindel und in schwereren Fällen Bewusstlosigkeit.

Mögliche Folgen eines Sonnenbrands

In Deutschland erkranken jährlich etwa 150.000 Menschen an Hautkrebs, einige von ihnen erkranken am Basalzellkarzinom. Diese Form des weißen Hautkrebs wird hauptsächlich durch Lichtschäden der Haut, z. B. einen Sonnenbrand, hervorgerufen. Auch dem schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom, mit jährlich etwa 15.000 Fällen, liegen Schäden durch zu häufiges und intensives Sonnenbaden zugrunde. Das maligne Melanom macht etwa ein Zehntel aller Hautkrebsfälle aus.

Andrea Fiedler-Boldt

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Die Ultraviolett-Anteile des Sonnenlichtes können schnell zu Verbrennungen der menschlichen Haut, also zur Entstehung eines Sonnenbrands führen, da ihre Schutzmechanismen häufig nicht ausreichen. Daher ist ein zusätzlicher Schutz der Haut gerade in den Sommermonaten unerlässlich. Entsprechende Kleidung bei Kleinkindern und Sonnencremes mit einem entsprechenden Lichtschutzfaktor sind hier ratsam. Häufig wird die Wirkung der Sonneneinstrahlung unterschätzt, etwa bei leicht bewölktem Himmel, Wind oder im Schatten. Doch auch wenn eine frische Brise eine angenehme Kühle verströmt, sollte man sich vor der Sonne schützen. Auch während der kühleren Monate kann eine Sonneneinstrahlung auf ansonsten bedeckte Haut schnell zu einem Sonnenbrand führen.

Die Haut verfügt zwar über eigene Schutzmechanismen, jedoch sind diese nicht ausreichend, um sich dauerhaft vor der schädigenden Wirkung direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Die verschiedenen Hauttypen, vom blassen Typen, dessen Eigenschutzzeit nur wenige Minuten beträgt, bis zum Hauttyp, dessen Pigmentierung ihn so gut schützt, dass ein Sonnenbrand nur selten vorkommt, müssen unterschiedlich geschützt werden. Den besten Schutz bietet das Meiden direkter Sonneneinstrahlung. Da dies jedoch nicht immer möglich ist, rät die DDG zu UV-dichter Kleidung und dem Hauttyp entsprechenden Sonnenschutzpräparaten. Sobald man einen Sonnenbrand bemerkt, sollte man einen schattigen Ort aufsuchen und die betroffenen Hautstellen kühlen, um Folgeschäden zu minimieren.

Während des Sommers gehört ein Sonnenbrand beinahe zum Alltag. Man verbringt viel Zeit im Freien, treibt Sport oder nimmt ein Sonnenbad. Da kommt es schnell zu leichten Verbrennungen der Haut, die sich durch Rötungen, Hitzegefühle und ein Abschuppen der Haut bemerkbar machen. In schwereren Fällen kann es auch zu Narbenbildung kommen. Die Folgen intensiver Sonneneinstrahlung können nicht nur kurzfristig sehr unangenehm sein: Jeder Sonnenbrand, besonders in jungen Jahren, erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Ein ausreichender Schutz gegen die UV-Strahlung ist daher besonders wichtig.